Original italienischer Pizzateig

Einfaches und original italienisches Pizzateig-Rezept für einen dünnen und knusprigen Pizzaboden, der garantiert immer gelingt. Auch ohne Steinofen.

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Ehrlich, ich sterbe für eine gute Pizza. Und am liebsten mag ich sie, wenn sie selbstgemacht ist – inklusive der Tomatensoße. Daher habe ich immer wieder mit Rezepten für Pizzateig experimentiert und ich denke, dieses Rezept kommt einem original italienischen Pizzaboden sehr, sehr nahe.

Das Entscheidende für eine authentisch italienische Pizza ist der Pizzateig. Der Pizzaboden muss dünn und knusprig sein und besteht ausschließlich aus vier Zutaten: Mehl, Wasser, Salz und sehr wenig Hefe.

Das zumindest sagt Michele. Ein alter Schulfreund, dessen Vater jahrzehntelang sehr erfolgreich eine Pizzeria in unserem Stadtteil betrieben hat.

Und genau solch einen Pizzaboden bekomme ich mit diesem Rezept hin.

Das Rezept reicht für insgesamt vier Pizzaböden. Solltest Du mehr Pizzaböden benötigen, lassen sich die Mengen problemlos erhöhen.

Du musst nur darauf achten, dass Du Dich immer im Verhältnis 2 Teile Mehl zu einem Teil Wasser bewegst.

Für sechs Pizzaböden würdest Du also 750 Gramm Mehl und 375 Milliliter Wasser benötigen. Die Menge der Hefe erhöht sich für jeden weiteren Pizzaboden um 2,5 Gramm, die Menge Salz um jeweils einen halben Teelöffel.

Angesicht der Ruhezeit von – idealerweise – 24 Stunden macht es durchaus Sinn mehr Teig zu machen, denn der Pizzateig kann bis zu 3 Monate im Gefrierschrank aufbewahrt werden.

Drei kleine Tipps

Da Hefeteig gerade am Anfang immer, wie ich finde, ein sehr klebrige Angelegenheit ist, habe ich drei einfache Tricks, die das Teigkneten etwas angenehmer machen:

  • Erstens, ich reibe die Schüssel, in der der Pizzateig entstehen soll, zuvor großzügig mit Olivenöl * aus. Dies verhindert zuverlässig, dass der Teig allzu sehr an der Schüssel klebt.
  • Zweitens, ich knete den Teig mit dem Handrührgerät und Knethaken vor. Das mache ich solange bis der Teig zu einer leicht bröseligen Masse geworden ist. Erst dann knete ich von Hand weiter.
  • Drittens, bevor ich von Hand weiterknete, reibe ich mir die Hände großzügig mit Olivenöl * ein. So bleiben auch die Hände schön sauber.

Den Pizzaboden formen

Um einen Pizzaboden von Hand zu formen, braucht es etwas Übung. Aber die Technik ist relativ einfach und nach ein paar Versuchen geht es wie von selbst.

Zuerst musst Du die Teigkugel zu einer flachen Scheibe drücken. Dann legst Du Deine Hände darauf, die Finger zeigen zum Rand. Jetzt die Finger mit Druck ausbreiten und gleichzeitig den Teig ein wenig drehen. Solange wiederholen bis Du einen dünnen Pizzaboden hast.

Das Pizzabacken

Beim Pizzabacken ist die Temperatur entscheidend. Im traditionellen, italienischen Steinofen herrschen bis zu 500° Celsius. Daher solltest Du die maximale Hitze Deines Backofens nutzen, auch wenn ein normaler Herd es auf maximal 280° Celsius schafft. Trotzdem wird so Deine Pizza schön knusprig und ist schon nach circa 10 Minuten fertig.

Wenn Du öfter Pizza backst, könnte sich die Investition von circa 25 Euro in einen Pizzastein lohnen.

Zwar schraubst Du die Temperaturen damit auch nicht auf die eines Steinofens hoch, aber der Stein verteilt die Temperaturen im Backofen besser und nimmt die austretende Feuchtigkeit des Teiges auf.

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Für die Pizzaprofis unter Euch könnte sich sogar ein sogenannter Pizza Maker * lohnen.

Der Vorteil eines Pizza Maker * liegt in erster Linie in der Temperatur, die mit knapp 400° Celsius ungefähr der Temperatur eines echten Pizza-Ofens entspricht. Der verbaute feuerfeste Pizzastein * sorgt für den knusprigen Boden.

Die Kosten für einen solchen Pizza Maker * liegen je nach Modell bei gut 100 Euro.

Das solltest Du in deiner Küche haben

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Einfaches und original italienisches Pizzateig-Rezept für einen dünnen und knusprigen Pizzaboden, der garantiert immer gelingt. Auch ohne Steinofen.

Original italienischer Pizzateig


  • Author: Carsten Lentfer // Just Yum Yum
  • Prep Time: 20 minutes
  • Total Time: 200 minutes
  • Yield: 4 Pizzaböden 1x

Description

Einfaches und original italienisches Pizzateig-Rezept für einen dünnen und knusprigen Pizzaboden, der garantiert immer gelingt. Auch ohne Steinofen.


Scale

Ingredients

  • 500 Gramm Mehl
  • 250 Milliliter Wasser
  • 10 Gramm Hefe
  • 2 Teelöffel Salz
  • Olivenöl *


Instructions

  1. Die Hefe in lauwarmen Wasser auflösen und für zirka fünf Minuten ruhen lassen.
  2. Eine große Schüssel mit Olivenöl * einfetten. Dies verhindert das Teig allzu sehr an der Schüssel kleben bleibt.
  3. Mehl und Salz in der Schüssel miteinander vermengen.
  4. Nach und nach das „Hefe-Wasser“ dazugeben und kräftig mit den Händen verkneten.
  5. Anschließend den Teig mit einem feuchten Küchentuch abdecken für mindestens drei Stunden an einem warmen Ort ruhen lassen.
  6. Dann den Teig aus der Schüssel nehmen und nochmals kräftig durchkneten.
  7. Anschließend in vier gleichgroße Stücke teilen und nochmals für zirka 30 Minuten gehen lassen.
  8. Die Teigkugeln nacheinander auf einer bemehlten Arbeitsfläche sehr dünn ausrollen.

  • Cuisine: Italienisch

Nutrition

  • Serving Size: 1 Pizzaboden
  • Calories: 487
  • Fat: 13 Gramm
  • Carbohydrates: 89 Gramm
  • Protein: 2 Gramm

Keywords: pizza,pizzateig,italienisch,original,einfach,schnell,hefe,knusprig

30 Antworten

    1. Danke für Dein Feedback. Ich überlege auch, mir einen Pizzastein zuzulegen. Und die Kosten sind ja wirklich im überschaubaren Rahmen. Wie funktioniert das mit der Reinigung?

  1. Für eine gute Pizza würde ich auch alles stehen lassen 😉
    Ich nehme allerdings etwas mehr Wasser und weniger Hefe.
    Deinen Teig werde ich aber auch mal ausprobieren.

    Liebe Grüße,

    Alex

  2. Teig wurde echt lecker und knusprig !
    Der Tipp mit dem Olivenöl war genial.

    Es heißt idealerweise 24h gehen lassen! Das dann Kühlschrank ? Und danach dann einfrieren wenn man zu viel gemacht hat ?

    1. Moin Jessi,
      ich stelle den Teig immer in den Keller, abgedeckt mit einem minimal feuchten Alternativ geht aber auch der Kühlschrank.
      Sollte tatsächlich mal Teig überbleiben, lässt er sich auch problemlos einfrieren.

      Liebe Grüße
      Carsten

  3. Tolles Rezept! Hat auf Anhieb funktioniert. Zwei Fragen habe ich noch und bitte um Erfahrungswerte: 1. Wann friert man den Teiig am Besten ein? Nach dem ersten gehen oder direkt nach dem Kneten, wenn er sich etwas entspannt hat? In welcher Form? Als Kugel oder irgendwie flach und aufgerollt (wie der Industrieteig)? 2. Wie taut man den Teig dann am Besten auf?
    Als Dank für das tolle Rezept teile ich unsere Liebligsabwandlung der Pizza mit Sardellen. 1. Wir nehmen als Käse Mozarella, Schafkäse und Parmesan, frisch gerieben – je nach Gusto. 2. Wir machen gerne den mit Käse gefüllten Rand. Einfach den Teig etwas über das Backblech ziehen, Mozarella-Finger einlegen und den Teig über werfen. Da bleibt garantiert keine Rand mehr übrig.

    1. Moin Igor,
      freut mich, dass Dir das Rezept so gut gefallen hat und vielen Dank für Dein Pizza-Rezept.

      Zu Deinen Fragen:

      1. Ich friere den Teig nach der Ruhezeit von 24 Std. als einzelne Teigkugel ein.
      2. Zum Auftauen die Teigkugel aus dem Tiefkühlbeutel nehmen und bei Zimmertemperatur langsam auftauen lassen.

      Ich hoffe, damit sind Deine Fragen beantwortet?

      Beste Grüße,
      Carsten

  4. Mein Kommentar dazu ist.
    Habe vor ein paar Monaten diesen Pizza maker gekauft und…. bin begeistert.Nie mehr ohne.Es fehlt beim Backofen eindeutig die Temperatur.
    Grüße von einem seit zig Jahren begeisterten Hobbikoch.

  5. Ich mache den Teig fast gleich. Nur nehme ich für 900 g Mehl 00 nur 3 g Hefe und 500 ml Wasser. Funktioniert bestens. Der Teig kommt immer für mindestens 1 Tag in den Kühlschrank zum Gehen.

  6. Danke, danke, danke für das Rezept und die Tipps! Die Pizza wird damit echt sooo köstlich! Hatte Gäste und die haben die Pizza und vor allem den Boden soooo gelobt und alles verschlungen, was ich ihnen serviert hab.
    Und ich kann das mit den hohen Temperaturen bestätigen! Wir haben einen Outdoor-Pizzaofen und seitdem: nie wieder Backofenpizza….

    1. Mon Lazi,
      vielen Dank für Dein positives Feedback. Freut mich, dass die Pizzas so gut angekommen sind.

      Einen Outdoor-Pizzaofen??? Respekt!!! Ich liebäugel mit einer Outdoor-Küche. Bisher hat mich aber der Aufwand und das unbeständige Wetter davon abgehalten 😉

      Liebe Grüße,
      Carsten

    1. Moin Natalie,
      ich sag’s mal so: alles, was Dein Ofen an Gradzahl hergibt. Bei mir sind das 275° Celcius. Dann reichen ca. 10 Minuten. Ich schaue dabei immer, dass der Mozzarella eine leichte Färbung annimmt, dann ist sie fertig.

      Liebe Grüße,
      Carsten

  7. Hallo,

    Rezept ist echt super…habe den Teig morgens gemacht und dann 7 Stunden ziehen lassen. Trotzdem hat er sich echt schwer ausrollen lassen. Wo lag mein Fehler?

    1. Moin Melanie,
      genau kann ich dir das tatsächlich nicht sagen…

      Good guessing: Mengen waren richtig? Beim Ruhen mit einem leicht feuchten Tuch abgedeckt? Kaltgestellt (Keller oder Kühlschrank)?

      Die Wahrheit ist allerdings auch, dass der Teig beim Ausrollen vielleicht etwas mehr Zuwendung im Sinne von Kraft braucht. Mit einer leicht bemehlten Arbeitsfläche und einem ebenfalls leicht bemehlten Nudelholz geht es aber gut.

      Ich mache das Teigformen allerdings immer mit der Hand. Wenn man einmal die Technik raus hat, geht es wirklich einfach.

      Liebe Grüße,
      Carsten

    1. Moin Andrea,
      ich denke, die doppelte Menge des Rezepts sollte mehr ausreichend sein. Da ich den Teig immer sehr, sehr dünn ausrolle, bekommt der Boden ungefähr die Größe eines 3/4-Backblechs. Also wären das – zumindest rein rechnerisch – schon mit der normalen Menge Teig, drei Backbleche.

      Liebe Grüße,
      Carsten

  8. Kann mann auch Trockehefe nehmen statt normaler Hefe?
    was wäre die ideale Gramm Angabe mit Trockenhefe ?
    Danke im voraus .

    L.g

    Mahoni

    1. Moin Mahoni,
      sorry mit der Info muss ich passen.

      Ich nutze grundsätzlich keine Trockenhefe, weil mir damit noch nie irgendetwas gelungen ist.

      Glaubt man dieser Seite, dann ließe sich das ausrechnen:

      1 Würfel frische Hefe = 2 Päckchen Trockenhefe entspricht 42 g = 14 g. Daraus ergibt sich:

      (14g * 10g)/42g = 3,3333g.

      Aber ob das wirklich passt…?

      Liebe Grüße,
      Carsten

  9. Ich bin echt dankbar für dieses Rezept.

    Ich habe es zu Jahresbeginn das erste Mal ausgetestet, damals noch am Backpapier auf Backblech. Ich hatte den Ofen auf Maximalleistung (ca.290Grad) was zur Folge hatte, dass sich die Backbleche in dieser Hitze etwas verzogen. Nach dem Auskühlen waren sie wieder gerade 😉

    Vom Teig waren und sind wir begeistert.

    Bei einem bekannten großen Lebensmitteldiskonter gab es dann heuer einen Pizzastein um 10 Euro. Da er von der Größe in meinen Ofen passte musste ich ihn gleich kaufen…
    Es ist zwar eine kleine Herausforderung den rohen Pizzaboden heil auf den heissen Stein zu bringen, aber ich habe mir mit etwas Karton als provisorischen Pizzaschieber Abhilfe geschaffen.

    Der Pizzateig wird auf dem Stein echt noch besser und die Backzeit dauert nur noch 5 Minuten.
    Meine Familie liebt dieses Teigrezept und ich werde es noch oft verwenden.

    Beste Grüße,
    Gerhard!

    1. Moin Gerhard,
      freut mich, dass Euch das Rezept so gut gefällt und noch mehr, dass es scheinbar seinen Weg bis nach Österreich gefunden hat 🙂

      Einen Pizzastein für 10 € nenne mal eine Ansage!

      Beste Grüße,
      Carsten

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