Rotes Kokosnuss-Chutney

Wenn die indische Küche in unseren Breitengraden für etwas weithin bekannt ist, dann sind es sicherlich ihre Chutneys – neben den Currys natürlich. Allen voran das Mango-Chutney. Aber das Angebot an Chutneys ist sehr viel vielfältiger. Viele der indischen Chutneys würden von „europäischen Augen“ zunächst jedoch nicht als solche erkannt. Mit diesem Rezept stelle ich Dir ein rotes Kokosnuss-Chutney vor, das typisch für das südliche Indien ist.
Indisches Rotes Kokosnuss-Chutney in kleinem Porzellan-Schälchen. Im Hintergrund eine Schüssel indisches Butter Chicken Curry, Tomaten-Raita und indisches Fladenbrot Chapati.

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Indisches Rotes Kokosnuss-Chutney in kleinem Porzellan-Schälchen. Im Hintergrund eine Schüssel indisches Butter Chicken Curry, Tomaten-Raita und indisches Fladenbrot Chapati.

Wenn die indische Küche in unseren Breitengraden für etwas weithin bekannt ist, dann sind es sicherlich ihre Chutneys – neben den Currys natürlich. Allen voran das Mango-Chutney. Aber das Angebot an Chutneys ist sehr viel vielfältiger. Viele der indischen Chutneys würden von „europäischen Augen“ zunächst jedoch nicht als solche erkannt. Mit diesem Rezept stelle ich Dir ein rotes Kokosnuss-Chutney vor, das typisch für das südliche Indien ist.

Chutney – was ist das?

Bevor wir zum eigentlichen Rezept für rotes Kokosnuss-Chutney kommen, lasse mich schnell noch erklären, was Chutneys überhaupt sind.

Chutney stammt von dem indischen Wort chaatna (चाटना), das so viel bedeutet wie „lecken“. Das Wort soll aber weniger auf die Art und Weise des Verzehrs hinweisen, sondern vielmehr verdeutlichen, dass Chutneys so lecker sind, dass man sich alle Finger danach leckt.

Grundsätzlich ist Chutney ein Obergriff für rohe Pürees und Pürees, die verkocht werden. Kennzeichnend für Chutneys ist, dass dass sie vegetarisch sind und einen leicht säuerlichen Geschmack haben.

Die gekochten Chutneys sind auch in Europa bekannt, wie beispielsweise das oben schon erwähnte Mango-Chutney oder Tomaten-Paprika-Chutney. Rohe Chutneys dagegen sind bei uns eher unbekannt.

Tatsächlich kennt die indische Küche aber unzählige Chutneys, die sich je nach Region erheblich unterscheiden.

Sehr grob abgrenzend, lässt sich sagen, dass Chutneys aus Kräutern typisch für den Norden und Westen Indiens sind, während Kokosnuss-Chutneys überwiegend in den südlichen Regionen Indiens zubereitet werden.

Typisch für die indischen Region Punjab und Delhi sind Joghurt-Minz-Chutneys, für die Region Kaschmir hingegen Walnuss-Chutneys und für den Bundesstaat Andhra Pradesh Chutneys auf Erdnuss-Basis.

Wie auch das grüne Kokosnuss-Chutney, zählt das rote Kokosnuss-Chutney zu den rohen Chutneys und ist typisch für das südliche Indien.

Indisches Grünes Kokosnuss-Chutney in kleinem Porzellan-Schälchen. Im Hintergrund eine Schüssel indisches Butter Chicken Curry, Tomaten-Raita und indisches Fladenbrot Chapati.

Kokosnuss, jede Menge Kokosnuss…?

Mit 100 Gramm ist frische Kokosnuss die prägende Zutat dieses Chutneys. Verwendet wird das Fruchtfleisch der Nuss, das zunächst herausgelöst werden muss und dann, in grobe Stücke zerteilt, einfach in den Mixer kommt. Wie Du eine frische Kokosnuss fachmännisch öffnest, erfährst Du am Ende dieses Beitrags.

Solltest Du keine frische Kokosnuss bekommen können oder Dir der Aufwand zu groß zu sein, kannst Du Dich eines kleinen Tricks bedienen:

Statt der frischen Kokosnuss benötigst Du dann Kokosraspeln * und Kokosmilch *. Gib dann statt der 100 Gramm frische Kokosnuss 50 Gramm Kokosraspeln * und 50 Gramm Kokosmilch * zu dem Chutney. Sollte das Chutney noch zu trocken sein, einfach noch etwas mehr Kokoswasser hinzugeben, dass sich in der Regel am Boden der Dose absetzt.

Für die Färbung des roten Kokosnuss-Chutney sorgen ein wenig Chilipulver *, frische Tomaten und – ziemlich profan – Tomatenketchup. Daneben sorgen Ingwer, Zwiebel, Knoblauch und Datteln für ein sehr spannendes Aroma. Abgerundet wird das rote Kokosnuss-Chutney dann noch durch frischen Koriander, Kreuzkümmel *, etwas Zucker und Salz sowie einen Spritzer Limettensaft.

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Indisches Rotes Kokosnuss-Chutney in kleinem Porzellan-Schälchen. Im Hintergrund eine Schüssel indisches Butter Chicken Curry, Tomaten-Raita und indisches Fladenbrot Chapati.

Rotes Kokosnuss-Chutney


  • Author: Carsten Lentfer // Just Yum Yum
  • Prep Time: 30 minutes
  • Cook Time: 0 minutes
  • Total Time: 30 minutes
  • Yield: 1 Portion 1x

Description

Einfaches, aber aromatisches Rezept für ein rotes Kokosnuss-Chutney, wie es typisch für das südliche Indien ist.


Scale

Ingredients

  • 100 Gramm Kokosnuss, frisch geraspelt
  • 1 Zwiebel, klein
  • 2 Teelöffel Koriander, frisch
  • 5 Gramm Ingwer, frisch
  • ½ Teellöffel Chilipulver *
  • ½ Teelöffel Kreuzkümmel *
  • 2 Knoblauchzehen
  • 1 Teelöffel Zucker
  • 3 Esslöffel Tomatenketchup
  • 6 Datteln, entsteint
  • 2 Teelöffel Limettensaft
  • ½ Teelöffel Salz


Instructions

  1. Die Kokosnuss öffnen und 100 Gramm Fruchtfleisch herauslösen.
  2. Mit Hilfe einer Raspel Kokosflocken herstellen.
  3. Die Kerne aus den Datteln herauslösen.
  4. Jetzt alle Zutaten, bis auf den Limonensaft, in einen Zerkleinerer geben.
  5. Solange im Zerkleinerer * verarbeiten, bis Du ein weiches Püree erhältst.
  6. Abschließend den Limonensaft hinzugeben und im Zerkleinerer * nochmal für wenige Sekunden gut durchmischen.
  7. Das fertige Chutney in eine Schüssel umfüllen.

Notes

Für die Datteln sind türkische Lebensmittelgeschäfte immer ein guter Anlaufpunkt.

Solltest Du keine frische Kokosnuss bekommen oder Dir der Aufwand zu groß zu sein, kannst Du Dich eines kleinen Tricks bedienen: Statt der frischen Kokosnuss benötigst Du dann Kokosraspeln * und Kokosmilch *. Gib dann statt der 100 Gramm frische Kokosnuss, 50 Gramm Kokosraspeln * und 50 Gramm Kokosmilch * zu dem Chutney.

Rohe Chutneys lassen sich – gut verschlossen – bis zu zwei Tage im Kühlschrank aufbewahren. Danach verlieren sie deutlich an Aroma.

  • Category: Chutneys
  • Cuisine: Indien

Nutrition

  • Serving Size: 1 Portion
  • Calories: 976
  • Fat: 68 Gramm
  • Carbohydrates: 71 Gramm
  • Protein: 14 Gramm

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Exkurs: Kokosnuss richtig öffnen

  1. Kokosnuss aufrecht festhalten.
  2. Ein runden, spitzen Schlagkeil oder einen Schraubenzieher an einem der schwarzen Flecken ansetzen.
  3. Mit Hilfe eines Hammers den Schlagkeil/Schraubenzieher durch die Kokosnuss-Schale stoßen.
  4. Das Kokosnuss-Wasser durch das Loch in eine Schüssel oder ähnliches vollständig ablaufen lassen.
  5. In einer möglichst geraden Linie mit der keilförmigen Seite des Hammers (Finne) ringsherum auf die Nuss schlagen, bis die Kokosnuss aufspringt.

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