Wien kulinarisch – ein (klitzekleiner) Reiseführer

Wien kulinarisch- ein (klitzekleiner) Reiseführer: Biergarten in der Stiegl-Ambulanz am alten AKH Wien

Wien kulinarisch- ein (klitzekleiner) Reiseführer: Biergarten in der Stiegl-Ambulanz am alten AKH WienBiergarten der Stiegl-Ambulanz im Alten AKH Wien

Für die letzte Woche der Hamburger Herbstferien haben wir uns spontan zu einen Städtetrip in das wunderschöne Wien entschlossen. Aber keine Angst, ich werde Dich jetzt nicht mit irgendwelchen Sehenswürdigkeiten langweilen.

Vielmehr möchte ich Dir einen kleinen Einblick in mein kulinarisches Wien geben. OK, auch das ist vielleicht ein wenig zu hoch gegriffen. Du erfährst einfach, wo ich in den paar Tagen meines Wien-Aufenthalts essen war, wie es mir gefallen hat und was ich empfehlen kann – und was nicht.

Vorab bitte ich schon jetzt darum, die teilweise schlechte Bildqualität zu entschuldigen. Offenbar hat mein Mobiltelefon den letzten Treppensturz doch schlechter weggesteckt als ich angenommen hatte…

Angereist sind wir übrigens mit dem Zug. Das Auto war aufgrund der Distanz von gut 1.000 Kilometern und der Kürze unseres Aufenthalts keine Option.

Und eigentlich wollten wir dann auch das ganz große Rad drehen, mit Schlafwagenabteil im Nightjet der Österreichischen Bundesbahn (ÖBB). Leider keine Chance mehr. Wir haben dann aber noch ein sensationelles Angebot für die 1. Klasse im ICE Hamburg-Wien gefunden.

In der Wiener Josefstadt

Am Abend unserer Ankunft und nach Bezug unserer Unterkunft, der Hotel Pension Baronesse in der Langen Gasse, stellte sich auch ziemlich schnell die Frage nach dem Abendessen.

Auf Nachfrage an der Rezeption wurden uns zwei Restaurants in unmittelbarer Nähe unseres Hotels empfohlen. Ein Italiener, der allerdings Betriebsferien hatte, und die Stiegl-Ambulanz auf dem Uni-Campus des Alten Allgemeinen Krankenhauses.

Stiegl-Ambulanz im alten AKH

Wien kulinarisch- ein (klitzekleiner) Reiseführer

Die Stiegl-Ambulanz liegt an der Spitalgasse im großzügigen Innenhof eines ehemaligen Krankenhauses (AKH), der heute als Uni-Campus dient. Die Gebäude des ehemaligen AKH beherbergen fünfzehn Institute der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien und interfakultäre und interuniversitäre Institute.

Aufgrund der günstigen Lage zu unserem Hotel und nicht zu letzt auch wegen des noch immer geöffneten Biergartens, haben wir der Stiegl-Ambulanz wiederholt einen Besuch abgestattet.

Wien kulinarisch- ein (klitzekleiner) Reiseführer: Altwiener Zwiebelrostbraten in der Stiegl-Ambulanz am alten AKH WienAlt Wiener Zwiebelrostbraten

Wien kulinarisch- ein (klitzekleiner) ReiseführerFiaker-Gulasch

Die Karte der Stiegl-Ambulanz ist recht umfangreich, sowohl was die Speisen als auch die Getränke betrifft.

Da wir nun aber mal in Wien und somit in Österreich sind, wollten wir auch etwas Österreichisches essen.

Unter „Schmankerl aus Österreich“ finden sich auch ein paar österreichische Spezialitäten auf der Karte. Zwei davon kann ich dringend empfehlen.

Am ersten Abend fiel meine Wahl auf den Alt Wiener Zwiebelrostbraten mit Bratkartoffeln. Oder wie man in Österreich sagt, Braterdäpfel.

Altwiener Zwiebelrostbraten

Im Gegensatz zur sonst üblichen Zubereitung eines Zwiebelrostbratens wird der Altwiener Zwiebelrostbraten nicht kurzgebraten wird, sondern gedünstet. Und zwar solange, bis das Fleisch butterweich ist. Und das Fleisch war sowas von butterweich, dass es schon an der Gabel zerfallen ist.

Lediglich die Bratkartoffeln hatten wenig mit dem zu tun, was ich so unter Bratkartoffeln verstehe. Für Bratkartoffeln war sie einfach zu blass. Geschmeckt haben sie aber trotzdem.

Fiaker-Gulasch

Das andere Gericht, dass ich im Stiegl empfehlen kann, ist das Fiaker Gulasch, das – wie ich zuerst befürchtete – nicht mit dem Fleisch ausgedienter Kutschpferde zubereitet wird, sondern mit Rindfleisch. Zu dieser Wiener Variante eines Gulasch gehören unbedingt ein Spiegelei und Frankfurter Würstchen. Im Stiegl gibt es außerdem noch einen Semmelknödel dazu.

Holla, die Waldfee! Das war mal richtig viel und richtig lecker! Der Geschmack des Stiegl Fiaker-Gulasch ist schlicht der Hammer und die Menge genau das, was ich nach mehreren Stunden Fußmarsch durch Wien gebraucht habe.

Und solltest Du der Stiegl-Ambulanz auch einen Besuch abstatten, dann unbedingt eines der Saisonbiere bestellen. Ich hatte das Stiegl Herbstgold – übelst lecker!

Stiegl – Ambulanz, Am Campus des Alten AKH, Alser Straße 4, 1090 Wien – www.stiegl-ambulanz.com

Der Bettelstudent

Auf den Bettelstudent sind wir über tripadvisor gestoßen, als wir etwas für das Mittagessen gesucht haben. Abseits des ganzen Touristentrubels.

Der Bettelstudent kann mit einem durchaus gemütlichen und rustikalem Ambiente aufwarten. Mein erster Gedanke beim Betreten: Hier kann man sicher einen lustigen Abend mit den Jungs bei zwei bis zehn Bieren verbringen.

Nachdem ich aber nun die Küche dort kennengelernt habe, würde ich auf keinen Fall nochmals zum Essen hingehen. Die an diesem Tag geliefert Qualität macht den Bettelstudenten leider zum meinem persönlichen „kulinarisches Lowlight“ Wiens.

Das Patty des BBQ Cheese Burger war knüppeltrocken und geschmacklos. Die BBQ-Sauce und der Räucherkäse praktisch nicht vorhanden, physisch wie aromatisch.

Der Kaiserschmarrn viel zu dunkel, viel zu süß und in der Konsistenz mit Kaugummi vergleichbar. Zudem mit einen etwas seltsamen, irgendwie leicht chemischen Nachgeschmack. Mein Verdacht: für dieses einfach zuzubereitende Gericht wurde ein Convenience-Produkt verwendet. Faktisch war es auch kein Kaiserschmarrn, sondern ein einfacher Schmarrn. Es fehlten auch die Rosinen.

Und das in Wien. Maria Theresia und Franz Joseph würden sich im Grabe umdrehen.

Das Cordon Bleu erinnerte in seinem Aussehen an die Art Cordon Bleu, die man üblicherweise in der Tiefkühltruhe eines Supermarkts findet. Meine Frau stufte das Cordon Bleu jedenfalls wohlwollend als geschmacksneutral ein.

Der Bettelstudent, Johannesgasse 12, 1010 Wien – bettelstudent.at

Gelateria La Romana

Wien kulinarisch- ein (klitzekleiner) Reiseführer: Logo der Gelateria La Romana in der Stiftgasse in Wien

Das wir die Gelateria La Romana überhaupt gefunden haben, verdanken wir einer Wiener Polizistin.

Denn wieder einmal hatten wir uns in Wien verlaufen. Trotz Karte und Google Maps. Und nachdem jene Polizistin uns wieder auf den „rechten Weg“ gebrachte hatte, hat sie uns zwei kulinarische Tipps und einen, nennen wir es touristischen Tipp mit auf den Weg gegeben.

Der eine Tipp war, dass es direkt gegenüber ihrer Dienststelle und sehr zu ihrem Leidwesen, das „beste Eis Wiens“ geben würde. Der andere bezog sich auf die Sacher-Torte.

„Das beste Eis Wiens“, das ist mal eine Ansage. Und musste überprüft werden. Am besten sofort.

Aber leider war die Gelateria an diese Vormittag – es war gerade mal kurz nach 10 Uhr – noch geschlossen, weswegen wir uns nach unserem Ausflug zum Schloss Schönbrunn noch mal auf den Weg gemacht haben.

Wien kulinarisch- ein (klitzekleiner) Reiseführer: Feinschmeckerbecher in Gelateria La Romana in der Stiftgasse in WienFeinschmecker-Becher

Das Eis der Gelateria La Romana wird täglich frisch in jeder La Romana Gelateria handwerklich hergestellt. Dabei finden ausschließlich natürliche und traditionelle Zutaten wie Eier, Zucker, frische Sahne und Bio-Milch Verwendung.

Zudem wird das Eis an verschiedenen Tageszeiten nur in geringen Mengen hergestellt, um so die Frische, die Qualität und die Cremigkeit des Eises sicherzustellen.

Nach langem Entscheidungs-Hin und Her, habe ich mir den Feinschmeckerbecher (Coppa golosa) gegönnt. Und dazu wieder einen Verlängerten.

Der Coppa golosa besteht aus zwei Kugeln Eis, nämlich einer Kugel Gelato Bacio di dama con mandorle tostate und einer Kugel Gelato Cioccolato fondente. Das Ganze wird dann noch mit feinsten Stückchen Bitterschokolade und geschmolzener Gianduja (Turiner Nougat) garniert.

Hinter dem wohlklingenden Namen Gelato Bacio di dama con mandorle tostate verbirgt sich ein Eis aus Haselnuss-Kakaocreme mit gerösteten Mandeln. Gelato Cioccolato fondente ist eine cremige Zartbitter-Schokoladeneiscreme, die aus hochwertigen Kakaosorten zubereitet wird.

Ob es in der Gelateria La Romana das „beste Eis Wiens“ gibt, vermag ich nicht zu beurteilen. Denn es war das einzige Eis, das ich während meines Wien-Aufenthalts gegessen habe. Was ich aber sagen kann, es ist das verdammt nochmal beste Eis, das ICH bis dato gegessen habe.

Gelateria La Romana Wien, Stiftgasse 15-17, 1070 Wien – www.gelateriaromana.com

Zu Wien gehört die Sacher-Torte wie das Labskaus zu Hamburg. Und vom weltberühmten Hotel Sacher hat wohl auch schon jeder gehört. Also ist es eine Selbstverständlichkeit, dass wenn man schon mal in Wien ist, sich auch mindestens ein Stück Sacher-Torte gönnt.

Bei unserem ersten Sachertorten-Versuch, habe ich gleich zwei wesentliche Dinge gelernt:

  1. Sacher-Torte ist nicht gleich Original Sacher-Torte: Ich bin davon ausgegangen, dass es sich bei der Sacher-Torte um ein exklusive Rezept handelt, das es nur im Hotel Sacher gibt. Weit gefehlt. Tatsächlich ist Sacher-Torte kein geschütztes Warenzeichen. Solange man sich bei der Rezeptur an ein paar Grundregeln hält, darf man dann seine Torte auch Sacher-Torte nennen. Deswegen findet man auch in den meisten Wiener Cafés eine Sacher-Torte auf der Karte. Original Sacher-Torte darf sich dagegen aber nur die Sacher-Torte des Hotel Sacher nennen.
  2. Café Mozart ist nicht gleich Café Sacher: Zugegeben, da habe ich mich irreführen lassen und einen Augenblick nachzudenken, hätte sicher nicht geschadet. Denn auch wenn sich das Café Mozart im gleichen Gebäude wie das Hotel Sacher und auch das Café Sacher befindet, hat es mit beiden nichts zu tun. Es ist lediglich das Café, das man direkt von der Albertina sehen kann und über dem an der Fassade das Hotel Sacher-Logo prangt. Das tatsächliche Café Sacher liegt um die Ecke in der Philharmoniker Straße.

Café Mozart

Wien kulinarisch- ein (klitzekleiner) Reiseführer: Logo des Cafe Mozart in Wien

Mein Missverständnis klärte sich allerdings erst langsam im Gespräch mit unserem Kellner auf, als ich versuchte, beim ihm einen Sacher-Würfel zu bestellen – die zweite kulinarische Empfehlung unserer Wiener Polizistin. Denn „den„, lies er mich wissen, „gibt es nur im Café um die Ecke„. Gemeint war das Café Sacher.

Wien kulinarisch- ein (klitzekleiner) Reiseführer: Sacher-Torte im Cafe Mozart in WienSacher-Torte im Café Mozart

Aber egal, zum Umkehren war es ohnehin schon zu spät, denn der Kaffee, der in Wien übrigens „Verlängerter“ heißt, stand bereits vor mir.

Also bestellte ich mir die Café Mozart-Version der Sacher-Torte.

Nachdem ich nun den direkt Vergleich zur Original Sacher-Torte ziehen kann, muss ich feststellen, dass das Original doch besser ist.

Im Vergleich zum Original war die Sacher-Torte des Café Mozart deutlich trockener und hatte auch merklich weniger Schokoladen-Aroma.

Der Grund dürfte sein, dass man im Café Mozart zwar großzügiger mit der Sachermasse ist, dafür aber sowohl an der für Sacher-Torte typischen Marillenmarmelade als auch an der Schokoladenglasur spart.

Café Mozart, Albertinaplatz 2, 1010 Wien – www.cafe-mozart.at

Sacher Eck Wien

Leider haben wir es auch beim nächsten Versuch nicht in das „echte“ Café Sacher geschafft. Nicht, dass wir uns wieder im Café vertan haben. Uns war die Schlange vor dem Café Sacher und die damit verbundene Wartezeit einfach zu lang.

Wien kulinarisch- ein (klitzekleiner) Reiseführer: Original Sacher-Torte im Sacher Eck in WienSacher-Torte im Sacher-Eck

Wien kulinarisch- ein (klitzekleiner) Reiseführer: Original Sacher-Würfel im Sacher Eck in WienSacher-Würfel

Die Warteschlangen haben wir in Wien übrigens des öfteren gesehen, gerade an historischen oder traditionsreichen Orten.

Deswegen haben wir unter anderem auch nicht das Café Central besucht.

Stattdessen waren wir im Sacher Eck auf der Kärntner Straße. Auch hier gab es eine Warteschlange. Bei weitem aber nicht vergleichbar mit der vor dem eigentlichen Café.

Das Sacher Eck liegt in der ersten Etage über der Sacher Confiserie und ist im unverkennbaren und gemütlichen Sacher-Stil gehalten.

Und hier gab es dann auch endlich die Original Sacher-Torte und den Sacher-Würfel. Und unsere Tippgeberin hat nicht zu viel versprochen.

Wenn die Original Sacher-Torte schon der Hammer ist – saftig und locker mit kräftigem Schokoladenaroma und feiner Marillenmarmelade – dann ist der Sacher-Würfel der Oberhammer.

Und falls Du keine Lust auf Kaffee hast, dann solltest Du unbedingt die hausgemachte Limonade probieren.

Café Sacher Wien, Philharmoniker Str. 4, 1010 Wien – www.sacher.com Sacher Eck Wien, Kärntner Str. 38, 1010 Wien – www.sacher.com

La Tavolozza

An unserem letzten Abend wollten wir dann doch noch mal was anderes ausprobieren, und so fiel unsere Wahl auf das italienische Restaurant La Tavolozza.

Nur wenige Gehminuten von unserem Hotel entfernt, ist das Restaurant seit mehr als dreißig Jahren in der Florianingasse beheimatet, einige wenige Meter hinter dem Schönbornpark.

Obwohl schon viele Tische reserviert waren, konnten wir noch einen Tisch im hinteren Teil des Restaurants ergattern. In unmittelbarer Nähe zum echten Holzofen, in dem wir sogar das lodernde Feuer sehen konnten.

Nicht zuletzt wegen eben dieses Ofens, haben wir uns dann auch alle für Pizza entschieden.

Meine Frau und ich jeweils für eine Pizza Diavola, belegt mit Tomaten, Mozzarella, Schinken, Salami, Pfefferoni, Oliven und Champignons. Die Wahl unserer Tochter viel auf die Pizza al salame, also Salami-Pizza.

Auch wenn die Pizzas handwerklich einwandfrei, unglaublich lecker und der Teig einfach ein echter Traum waren, gehen bei einer Pizza Diavola, also einer scharfen Pizza, meine Vorstellungen und die des La Tavolozza auseinander.

Bei einer Pizza Diavola steht meines Erachtens eine gewisse Basisschärfe im Mittelpunkt. Weswegen sich auf dieser Art Pizza in der Regel auch Peperoni-Salami, Peperoniringe und/oder andere scharfe Zutaten wiederfinden.

Nicht so im La Tavolozza. Hier beschränken sich die scharfen Zutaten auf zwei ganze Peperoni. Die waren dann aber auch tatsächlich höllisch scharf.

Ein kleiner Wermutstropfen, der aber trotzdem nichts am insgesamt sehr positiven Eindruck des La Tavolozza ändert.

La Tavolozza, Florianigasse 37, 1080 Wien – www.latavolozza.at

Wissenswertes

Wir haben uns wirklich, wirklich viel, aber bei Weitem nicht alles angesehen, was Wien zu bieten hat. Ich fasse hier nur noch ein paar Sachen zusammen, die wir während unseres Wien-Aufenthaltes gelernt haben.

Und ein ganz großes und wichtiges Learning aus Wien: eine Woche reicht bei Weitem nicht aus, um die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten vollständig zu entdecken.

Wiener Kaffeekunde

Der ersten Herausforderung, der ich mich gleich am nächsten Morgen gegenüber sah, war die richtige Wahl des Kaffees zu treffen. Denn mit hier üblichen Begriffen wie Cafe Crema oder Cappucchino kommt man in Wien nicht weit. Noch komplizierter, wegen des umfangreicheren Angebots, wird es dann in Wiener Cafés. Daher habe ich hier die Wiener beziehungsweise österreichischen Kaffeearten „übersetzt“.

Übrigens ist Kaffee in Wiener Cafés mit knapp 6 Euro für einen „Verlängerten“ für mein Empfinden ziemlich teuer.

Kleiner Schwarzer – Mokka
Großer Schwarzer – doppelter Mokka
Kleiner Brauner – einfacher Mokka mit Schlagsahne (Obers)
Großer Brauner – doppelter Mokka mit Schlagsahne (Obers)
Verlängerter – kleiner Brauner oder Schwarzer, der nach dem Brühen nochmals mit der gleichen Menge Wasser verlängert wird
Franziskaner – verlängerter Mokka mit warmer Milch und Schlagsahne (Obers)
Wiener Melange – verlängerten Mokka mit warmer Milch und einer Haube aus Milchschaum
Kleines Schalerl Gold – einfacher Mokka mit heißer Milch und Milchschaumhaube
Verkehrter Kaffee – ähnlich dem Latte Macchiatto
Kapuziner – einfacher Mokka, verfeinert mit ein paar Tropfen Schlagsahne (Obers)
Fiaker – Mokka mit reichlich Zucker und Sliwowitz oder Rum
Einspänner – einfacher Mokka mit Haube aus kalter Schlagsahne
Kosakenkaffee – einfacher Mokka mit flüssigem Zucker, Rotwein oder Wodka
Zarenkaffee – einfacher Espresso mit einer Haube aus gezuckertem und verquirltem Eigelb

Öffentlicher Nahverkehr

Das Wiener Nahverkehrsnetz ist sehr gut ausgebaut und bietet zahlreiche Möglichkeiten, um ans gewünschte Ziel zukommen: Straßenbahnen, Busse und U-Bahnen stehen Dir hierfür zur Verfügung. Allerdings muss man wissen, dass es seit einiger Zeit nicht mehr möglich ist, direkt auf den Bussen Fahrkarten zu lösen. Dies geht nur noch über die Fahrkartenautomaten in den U-Bahn-Stationen. In den Straßenbahnen ist dies teilweise noch möglich, vorausgesetzt Du hast das passende Kleingeld zur Hand. Wir haben uns dann sehr schnell ein Wochenticket zugelegt, das mit €17,30 auch noch überraschend günstig ist. Diese Tickets lassen sich ebenfalls an den Fahrkartenautomaten oder in Geschäften mit dem TabakTrafik-Zeichen erwerben.

Tram-Linie 1

Der erwähnte „touristische Tipp“ unserer Polizistin war, mit der Straßenbahnlinie 1 eine Rundfahrt durch Wien zu machen. Schöne Idee, allerdings seit ein paar Jahren nicht mehr möglich, da die Tram 1 keine Ring-Linie mehr ist, sondern an der Prater Hauptallee endet und von dort aus wieder zurück in die Innenstadt fährt.

Da wir aber nun schon mal da waren, haben wir uns dann auch gleich den Prater und .

Falls Du Dich für Architektur interessierst, solltest Du Dir unbedingt die Universitätsbibliothek der Wirtschaftsuniversität Wien und die angrenzenden Gebäude ansehen.

Fahrt im Fiaker

Egal, wo Du Dich in der Wiener Innenstadt aufhältst, Du begegnest regelmäßig Fiakern. Und natürlich haben auch wir uns eine solche Fahrt mit der Kutsche gegönnt. Nach mehreren Stunden Spaziergang eine durchaus willkommene Abwechslung und Erholung. Und man bekommt noch mal eine ganz andere Perspektive auf die Stadt. Die Fahrten sind allerdings nicht ganz günstig. Während unseres Aufenthaltes kostete die 40-minütige Kutschfahrt durch Wien €80. Die einstündige Fahrt sollte €110 kosten.