Tradition goes digital

Seit Jahren ist der Konkurrenzdruck im Lebensmitteleinzelhandel für handwerkliche Betriebe massiv gestiegen.

Der harte Preiskampf durch den Einstieg vieler Discounter im Lebensmittelbereich hat die Situation vieler handwerklicher Lebensmittelbetriebe wie beispielsweise familiengeführte Bäckereien, Konditoreien oder Fleischereien erschwert.

Daher sind insbesondere diese traditionelle Handwerksbetriebe, die Nischen bedienen, gezwungen, sich alternative Absatzwegen zu erschließen, um am Markt konkurrenz- und überlebensfähig zu bleiben.

Nicht erst seit dem aktuell herrschenden Lockdown.

Covid-19 und die verpasste Digitalisierung

War die Situation zuvor für viele dieser Betrieb schon nicht einfach, so hat sie sich seit März 2020 noch einmal deutlich verschärft.

Zum einen ist das traditionelle Standbein vieler handwerklicher Betriebe aktuell weggebrochen.

Das stationäre Geschäft ist durch die aktuell geltenden Beschränkungen nur noch (sehr) eingeschränkt möglich, teils sogar ganz zum Erliegen gekommen.

Zum anderen hat sich auch das Verhalten der Verbraucher mit Beginn der Covid-19-Krise generell verändert und wird sich mit der Dauer des Lockdowns auch weiter verändern.

So hat, laut The Nielsen Company, die Sorge vor einer Pandemie, in China und Australien bereits eine neue Wachstumswelle im Online-Lebensmittelhandel ausgelöst.

Und auch deutsche Verbraucher zeigen sich derzeit sehr viel offener gegenüber Onlinebestellungen von Gütern des täglichen Bedarfs.

Der Grund ist einfach: Die Menschen versuchen, Aufenthalte im öffentlichen Raum auf ein Minimum zu beschränken.

Daher beginnt sich auch hierzulande der Lebensmittelhandel zunehmend in den Onlinebereich zu verlagern – sei es über Click & Collect, Click & Delivery oder eine klassische Onlinebestellung .

Aber auch der Trend, dass die Verbraucher wieder verstärkt darauf achtet, vorher die gekauften Produkten kommen und qualitativ hochwertig sind, wird durch die Covid-19-Krise begünstigt wird.

Somit hat sich durch die aktuelle Covid-19-Situation der Druck auf diese Betriebe hinsichtlich der Erschließung alternativer Absatzkanäle und Digitalisierung nochmals deutlich erhöht.

Die Krise als Weckruf für das traditionelle Handwerk?

In dieser nun beschleunigten Entwicklung liegt eine große Chance für spezialisierte Einzelhändler, die es gilt, wahrzunehmen und zu nutzen.

Gut, wer bereits im Vorfeld den Schritt in Richtung Digitalisierung gewagt hat und das stationäres Geschäft, um beispielsweise einen Onlineshop erweitert worden ist.

Wenn (noch) nicht, ist spätestens jetzt der Moment gekommen, diesen Schritt unmittelbar zu gehen.

Aus mehreren Gründen, denn der Schritt in die digitale Welt schafft nicht nur in der jetzigen Situation

  1. die Möglichkeit, den bereits bestehenden Kundenstamm weiter zu bedienen,
  2. die Chance, durch das digitale Angebot, langfristig mehr Kunden zu gewinnen,
  3. die Möglichkeit, sich neben dem stationären Handel ein zweites, lukratives Standbein in der Onlinewelt aufzubauen.

Dorfbäckerei Ackermann – Traditionelles Backhandwerk im digitalen Zeitalter

Ein sehr schönes Beispiel für die Einstieg in die Digitalisierung traditioneller Familienbetriebe im Lebensmitteleinzelhandel ist die saarländische Dorfbäckerei Ackermann.

Das 1930 von Oskar und Sofie Ackermann gegründete Familienunternehmen hat sich voll und ganz dem traditionellen Backhandwerk verschrieben.

Neben dem dem Einsatz von qualitativ hochwertigen und regionalen Rohstoffen, verzichtet das Unternehmen konsequent auf den Zusatz von Fertigbackmischungen. Alle Brote der Bäckerei werden im eigenen Steinbackofen auf Naturstein gebacken.

Neben dem klassischen Verkauf im Ladengeschäft der Bäckerei in Bliesmengen-Bolchen nahe der französischen Grenze, vertreibt das Unternehmen seit 2017 seine traditionell hergestellten Backspezialitäten erfolgreich auch über einen eigenen Brotversand.

Über den Onlineshop der Dorfbäckerei kann man in erster Line Brot online bestellen – auf Rechnung, wenn man möchte. Daneben stehen aber auch etablierte Zahlungsmethoden wie SOFORT Überweisung, PayPal und Kreditkarte zur Verfügung.

Aufgrund der geographischen Nähe zu Frankreich, Belgien und den Niederlanden kommen im Bäckerei-Onlineshop der Familie Ackermann auch einige nicht alltägliche Zahlungsmethoden wie iDEAL, ING Home’Pay und Bancontact zum Einsatz.

Das Onlineangebot der Dorfbäckerei Ackermann beschränkt sich jedoch nicht ausschließlich auf klassische Backwaren wie Brot und Brötchen.

Neben diesen klassischen Backwaren lassen sich auch Bäckerei-Spezialitäten wie beispielsweise Kranzkuchen zu Ostern Christstollen zu Weihnachten bestellen.

Wer möchte, hat dazu aber auch ganzjährig die Möglichkeit.

Die Backwaren werden am Folgetag backfrisch in den Versand gegeben. Dabei werden die Brötchen als Halbgebackene versendet, um eine optimale Haltbarkeit und Frische zu gewährleisten.

Den Versand ihrer Backspezialitäten bietet die Dorfbäckerei Ackermann weltweit in Zusammenarbeit mit zwei Versanddienstleister an: UPS und dpd.

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